Islam ist gegen Genitalverstümmelung
Dezember 20, 2009

TARGET (englisch: „ZIEL“) ist Rüdiger Nehbergs im Jahr 2000 gegründete Menschenrechtsorganisation. Sie kämpft für die Abschaffung der Weiblichen Genitalverstümmelung. Jeden Tag werden 8.000 Mädchen ihrer Genitalien und damit ihrer Würde beraubt. Alle elf Sekunden eins. Weltweit sind 150 Millionen Frauen betroffen. Die oft unter widrigsten Umständen durchgeführten „Operationen“ führen nicht selten zu Krankheit und Tod. Die meisten Opfer sind Muslimas und ihre Religion, der Islam, wird zur Rechtfertigung des blutigen Brauchs missbraucht. TARGET will dieses Verbrechen beenden – in Kooperation mit islamischen Partnern.
TARGET ist als gemeinnützig anerkannt. Das aktuelle Projekt ist eine groß angelegte Aufklärungskampagne in Ostafrika. Grundlage ist das GOLDENE BUCH. Dies ist ein von TARGET konzipiertes, kunstvoll gestaltetes und inzwischen auch preisgekröntes Buch mit religiösen und medizinischen Argumenten gegen das Ritual. Das GOLDEN BUCH basiert auf der als historisch eingestuften „Internationalen Konferenz Islamischer Gelehrter“ an der Al-Azhar-Universität in Kairo, zu der TARGET 2006 geladen hatte. TARGET verteilt das GOLDENE BUCH exklusiv und gratis an die Vorbeter der Moscheen, damit sie daraus predigen, dass die genitale Verstümmelung Sünde ist. Langfristig ist eine Vier-Millionen-Auflage für 35 Länder in Afrika und Asien geplant.
In Äthiopien läuft in der Danakilwüste im Gebiet des Afar-Volkes ein TARGET-Pilotprojekt mit fünf ehemaligen Verstümmlerinnen. Die Frauen klären Eltern jetzt über die negativen Folgen der genitalen Verstümmelung auf. TARGET betreibt dort auch ein Mobiles Hospital. Rüdiger Nehberg und Annette Nehberg-Weber sind seit 2006 Ehrenbürger der Afar.


















